Dharma und der Elefant im Raum – Modul 4

“Da ist ein ‘Elefant im Raum’” ist zu einer Redensart geworden. Laut Wikipedia bedeutet sie: “… ein Problem, das zwar für eine Gruppe von Menschen klar erkennbar und bedeutsam ist, aber von diesen nicht thematisiert wird”.

Lama Yesche U. Regel · Oktober 15, 2025

Buddhistische Lehren und Meditationen und die großen Themen unserer Zeit
Hybrid – PARAMITA – TRAINING – mit Lama Yesche U. Regel

Diese Reihe in 4 Modulen, bei der auch jedes Modul einzeln belegt werden kann, sowohl vor Ort wie auch online, ist ein Versuch die buddhistische Lehre und Praxis zusammen mit einigen großen Fragen und Themen unserer Zeit in Einklang zu bringen.

Zugleich ist sie eine Benefiz-Reihe zu Gunsten des Kamalashila Instituts. Der Kursleiter verzichtet auf ein Honorar und alle Teilnehmenden können einen Kursbeitrag nach persönlichem Ermessen geben, also auf einer freiwilligen Beitragsbasis. So kann man Dankbarkeit und Wertschätzung für den Kurs, den Veranstaltungsort und auch den Kursleiter zum Ausdruck bringen und zugleich das geben, was einem möglich ist und angemessen erscheint.

Die gemeinsame Praxis in Verbindung mit den Themen der Zeit, den “Elefanten im Raum”, versprechen wertvolle und tiefgründige Erfahrungen unter der Anleitung von Lama Yesche zu werden.

“Da ist ein ‘Elefant im Raum’” ist zu einer Redensart geworden. Laut Wikipedia bedeutet sie: “… ein Problem, das zwar für eine Gruppe von Menschen klar erkennbar und bedeutsam ist, aber von diesen nicht thematisiert wird” (Siehe auch)

Das kann auch mit buddhistischer Lehre und Praxis geschehen, doch genauso könnte diese genutzt werden, um die “Elefanten im Raum” deutlicher zu erkennen, zu benennen und Einsicht in sie zu gewinnen.

Ein Elefant spielt in vielen buddhistischen Lehren und Geschichten eine bedeutende Rolle, z.B. bei der Darstellung eines Elefanten und einer Gruppe von Blinden, die seinen Körper an unterschiedlichen Stellen berühren, ihn deshalb, nur tastend und ahnend, sehr unterschiedlich wahrnehmen, einschätzen was er ist und darüber sogar in Streit geraten in der berühmten Darstellung von 9 oder 10 Stufen von Erfahrungen, die bei der Shamatha-Geistesruhe-Meditation auftreten können in diversen Jataka-Legenden, den Geschichten aus den Vorleben des Buddhas auf seinem Erleuchtungsweg, wie wenn es z.B, um den Elefanten Mahilamukha geht, der durch Räuberstimmen beeinflusst über Nacht von einem gutartigen zu einem bösartigen Tier wird – und dann umgekehrt durch Weisheitsworte auch wieder freundlich wird.

An diesen Buddhismus- (= Dharma) und Meditations-Wochenenden werden vor allem grundlegende Meditationen angeleitet, erklärt und eingeübt. Es werden Grundgedanken und Begriffe der Buddha-Lehre in einer klaren Sprache erläutert und diskutiert. Zudem werden wir an jedem Wochenende mindestes einen “Elefanten” in den Raum eintreten lassen, dem wir unsere Praxis, Achtsamkeit, Ruhe, Herzenswärme, Mitgefühl und Weisheit zuwenden können.

Damit die buddhistische Lehre und Praxis in einer von so vielen Krisen geschüttelten Zeit eine Bedeutung und Wirksamkeit behalten kann, scheint es wichtig, die Elefanten nicht auszusperren sondern mit ihnen gemeinsam zu üben. So können sie klar und deutlich angeschaut und dabei die  eigene Blindheit überwunden werden. Die Tiefe der Übung kann zunehmen, der Umgang mit dem “Elefanten” mitfühlender und weiser werden. Schließlich wird es möglich sein auf dem Elefanten zu reiten und ein’e Elefantenbändiger’in zu werden. Jeder Elefant ist ein Teil unserer Welt und damit auch von uns selbst. In jedem Modul wird eine primäre Meditationsform unter Anleitung eingeübt. Es gibt Dharma-Vorträge, bei denen die Sechs Paramitas und andere buddhistische Grundbegriffe im Mittelpunkt stehen. Dazu gibt es Austauschrunden und es wird eine Übungsgemeinschaft gebildet.

Modul 4
Prajna-Einsichts-/Weisheit-, bzw. Vipashyana-Meditation – die 5. Paramita tiefer meditativer Sammlung und die 6. Paramita der höheren Weisheit, relative und absolute Wirklichkeit, Karma, abhängiges Entstehen, Intersein, Nicht-Selbst, Leerheit, Natur des Geistes, natürliche intellektuelle spirituelle und emotionale Intelligenz
Am Sonntag Vormittag wird der Elefant der künstlichen Intelligenz, der Medienvielfalt, der Manipulation und der Überwachung des Menschen durch abstrakte aber dennoch wirkliche Institutionen eingeladen.

Es gibt noch viele weitere Elefanten, je nach Zeitgeschehen können wir das Programm anpassen und weitere Elefanten in den Raum hereinlassen, um von ihnen Zeugnis ablegen zu können, wohl gemerkt: immer nur am Sonntag Vormittag im letzten Teil des Wochenendes.
Zwischen der Modulen können die Teilnehmen die jeweiligen Meditationen weiter üben und dazu auch Begleitung erhalten, z.B. über Audio-Aufnahmen vom Kurs und weitere Online-Angebote.

Zudem kann jede® die Elefanten im Alltag beobachten und mit diesen achtsamer, ruhiger, freundlicher und weiser umgehen lernen.

Man kann auch nur einzelne Wochenende-Module besuchen.


Zeitplan

Freitag, 23. Oktober 2026
19.00 Uhr Abendessen
20.00 – 21.30 Uhr Begrüßung, Einführung, Meditation 

Samstag, 24. Oktober 2026
07.30 – 08.30 Uhr Morgen-Meditation – online
08.30 Uhr Frühstück und ggf. Samu
10.00 – 13.00 Uhr Unterweisung und Praxis der Meditation, Austausch – mit Pause
13.00 Uhr Mittagessen und ggf. Samu
15.00 – 18.30 Uhr Unterweisung und Praxis der Meditation, Austausch – mit Pause
18.30 Uhr Abendessen und ggf. Samu
20.00 – 21.00 Uhr Abend-Meditation

Sonntag, 25. Oktober 2026
07.30 – 08.30 Uhr Morgen-Meditation
08.30 Uhr Frühstück und ggf. Samu
10.00 – 13.00 Uhr Praxis der Meditation, Begrüßung des Elefanten, Austausch – mit Pause
13.00 Uhr Mittagessen und ggf. Samu

Manchmal wird der “Elefant“ auch schon am Freitag und Samstag etwas in den Raum hinein schielen.

Sie möchten lieber vor Ort an dem Kurs teilnehmen? Dann melden Sie sich gerne über das Kamalashila an.

Über den Lehrer / die Lehrerin

Lama Yesche U. Regel

Lama Yesche U. Regel unterrichtet buddhistische Lehren und Meditationen seit vielen Jahrzehnten im ganzen deutschen Sprachraum. Er begegnete seit 1977 zunächst dem 16. Gyalwa Karmapa und dann anderen tibetischen Lamas und war an der Einrichtung mehrerer buddhistischer Meditations- und Lehrzentren beteiligt, auch des Kamalashila Instituts (1981) und des Retreat-Zentrum Halscheid (1985). Dabei war er Schüler von Khenchen Thrangu Rinpoche und Lama Gendün Rinpoche und begegnete auch vielen anderen buddhistischen Lehrenden. Von 1980-1997 war er als Mönch ordiniert und absolvierte in dieser Zeit ein geschlossenes Drei-Jahres-Retreat. Seitdem ist er “Freiberufler” und unterrichtet Buddhismus und Meditation im ganzen deutschen Sprachraum. Von 2005-2025 betrieb er gemeinsam mit Angelika Wild-Regel den Paramita-Praxisraum für Achtsamkeit und buddhistische Meditation in Bonn. Sein eigenes PARAMITA ONLINE-Programm begleitet viele Menschen bei ihrer regelmäßigen Meditationspraxis. Zwei Bücher sind von ihm erschienen: "Mitgefühl für sich, andere und die Welt/Tonglen-Praxis" und "Selbstmitgefühl durch Tonglen”. http://www.yesche.de

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