Erinnerung an die Ngöndro-Übungen des Tibetischen Buddhismus

Diese Videoreihe von Lama Yesche U. Regel ist keine eigentliche Unterweisung zu den Vorbereitenden Übungen, genannt “Ngöndro” im klassischen Sinn, sondern vor allem eine Erinnerung daran, dass es diese Praxisform gibt und welche Bedeutung sie hat oder haben könnte.

Lama Yesche U. Regel · Februar 8, 2026

Diese Reihe von Videos ist keine eigentliche Unterweisung zu den Vorbereitenden Übungen, genannt “Ngöndro” im klassischen Sinn, sondern vor allem eine Erinnerung daran, dass es diese Praxisform gibt und welche Bedeutung sie hat oder haben könnte.

Viele Praktizierende des Tibetischen Buddhismus haben in den letzten ca. 50 Jahren, auch im „Westen“, ihre eigene Meditations-Übung als traditionell buddhistische Praxis, z.B. in der Mahamudra-Tradition der Kagyü-Schulen, damit begonnen “Ngöndro” zu üben oder zumindest Teile der Ngöndro-Praxis auszuführen.

Die Ngöndro-Übungen bereiten auf tiefere Meditation vor und eröffnen den Zugang zu weiteren Praktiken auf dem Sutra- und/oder Vajrayana-Pfad mit dem Ziel für die Mahamudra-Erfahrung, die Einsicht in die Natur des Bewusstseins oder Geistes, bereit zu werden.

Sie bestehen aus dem “gewöhnlichen” Ngöndo und den 4 besonderen Ngöndro-Übungen.

Das gewöhnliche Ngöndro besteht in der meditativen Reflexion über die „Vier Gedanken, die den Geist auf den Dharma lenken“.

Das sind Reflexionen über …
1. Die Kostbarkeit einer mit günstigen Umständen ausgestatteten menschlichen Existenz, zumal wenn wir dem Dharma begegnet sind.
2. Vergänglichkeit und Tod betrachten und damit die Kürze der Lebensspanne erkennen, die uns zur Verfügung steht.
3. Karma – Das Prinzip von Ursache und Wirkung und damit von geistigen Absichten und ihren Auswirkungen verstehen.
4. Samsara – Den Kreislauf der zyklischen und dabei leidvollen Existenz als das zu erkennen, was es in seiner mentalen Ursächlichkeit zu überwinden gilt.

Die 4 besonderen Ngöndros sind:
1. Die Praxis von Zufluchtnahme und Bodhichitta-Entwicklung, verbunden mit Verneigungen vor dem Zufluchtsbaum der Tradition. (siehe das Bild des Karma-Kagyü-Zufluchtsbaumes)
2. Die Vajrasatta-Reinigunspraxis, verbunden mit der Rezitation des 100-Silben-Mantra
3. Die Mandala-Opferung zur Entwicklung der Ansammlung von Verdienst und Weisheit
4. Die Praxis des Lama’i Näldjor oder Guru-Yoga, eine Anrufung des Lama-Meisters als Vajradhara-Buddha, um eine Verbindung zur Mahamudra-Erfahrung der Natur des Geistes herzustellen

Diese Reihe in 5 Videos ist eine Aufzeichnung aus 5 Abenden mit Live-Teilnehmenden in Lama Yesche’s eigenem Online-Programm. Es war dabei sein Anliegen in Erinnerung zu rufen, dass es bei der Ngöndro-Praxis um nichts anderes geht als darum, die eigene innere Buddha-Natur oder Natur des Geistes offenzulegen und zugänglich zu machen.

Diese 5 Videos werden am besten in ihrer Reihenfolge gesehen, dabei durchläuft man schon einmal so etwas wie ein “kleines Ngöndro”. Verwendet wird dazu ein kurzer Ngöndro-Text des 17. Karmapa Urgyen Trinley Dorje, der auch eingeblendet wird.

Mit dieser Veröffentlichung verbunden wird um eine Spende zur Unterstützung des Kamalashila Instituts gebeten, in dem solche Lehren seit 1981 vermittelt werden.

Über den Lehrer / die Lehrerin

Lama Yesche U. Regel

Lama Yesche U. Regel unterrichtet buddhistische Lehren und Meditationen seit vielen Jahrzehnten im ganzen deutschen Sprachraum. Er begegnete seit 1977 zunächst dem 16. Gyalwa Karmapa und dann anderen tibetischen Lamas und war an der Einrichtung mehrerer buddhistischer Meditations- und Lehrzentren beteiligt, auch des Kamalashila Instituts (1981) und des Retreat-Zentrum Halscheid (1985). Dabei war er Schüler von Khenchen Thrangu Rinpoche und Lama Gendün Rinpoche und begegnete auch vielen anderen buddhistischen Lehrenden. Von 1980-1997 war er als Mönch ordiniert und absolvierte in dieser Zeit ein geschlossenes Drei-Jahres-Retreat. Seitdem ist er “Freiberufler” und unterrichtet Buddhismus und Meditation im ganzen deutschen Sprachraum. Von 2005-2025 betrieb er gemeinsam mit Angelika Wild-Regel den Paramita-Praxisraum für Achtsamkeit und buddhistische Meditation in Bonn. Sein eigenes PARAMITA ONLINE-Programm begleitet viele Menschen bei ihrer regelmäßigen Meditationspraxis. Zwei Bücher sind von ihm erschienen: "Mitgefühl für sich, andere und die Welt/Tonglen-Praxis" und "Selbstmitgefühl durch Tonglen”. http://www.yesche.de

11 Kurse

Nicht eingeschrieben
Auf Spendenbasis

Kurs Includes

  • 5 Lektionen